Kontaktclown

für Menschen mit Demenz

Kontaktclown

für Menschen mit Demenz

Kontaktclown Aachen - Gudrun Kißler

Kontaktclown

für Menschen mit Demenz

Das Herz wird nicht dement

Menschen mit allen Sinnen zuzuhören, sie in ihrem Mensch-Sein wahrzunehmen und mit ihnen in (oft nonverbalen) Kontakt zu treten, ist mein Anliegen und meine Freude bei meinen Ausflügen als Kontaktclown. Und das gilt insbesondere bei Besuchen dementer Menschen im Seniorenheim als Clownin Wilma. Dabei geht es mal ganz langsam und leise zu, mal wird gemeinsam gesungen und mal heiter improvisiert.
Dabei bestimmt immer mein Gegenüber, wohin „die Reise“ geht. Bei diesen Begegnungen auf der Gefühlsebene entstehen Momente großer Kraft, die die Menschen strahlen lassen und sie wieder in Kontakt kommen lassen mit ihrer eigenen Lebensfreude.

Als Musikerin sind dabei Stimme, Gesang und Instrumentalspiel wichtige Bestandteile meiner Kommunikation.

Buchen Sie Clownin Wilma für Ihre Alteneinrichtung. Für einmalige oder regelmäßige Besuche.

Momente aus dem Alltag als Kontaktclown

Frau A. sitzt meist abseits der anderen Bewohner:innen und klopft ausdauernd rhythmisch auf den vor ihr stehenden Tisch. Das ist für Mitarbeitende und Bewohner:innen eine große Herausforderung. Sie äußert sich nicht mehr verbal. Bei meinem Besuch heute hat sie die Augen geschlossen. Kein Geklopfe. Ich setze mich zu ihr, berühre sie am Arm und summe leise eine improvisierte Melodie. Sie öffnet die Augen, unsere Blicke treffen sich. Nachdem sie mich eine Weile betrachtet hat, beginnt sie übers ganze Gesicht zu strahlen. Ich streichle ihr über den Kopf. Sie scheint es zu genießen. Nach einer Weile nimmt sie meine Hand in ihre, führt sie erst an ihre Wange und küsst sie dann ganz zart. Wir lächeln uns an und ich bedanke mich bei ihr für die Begegnung, bevor ich mich verabschiede.

Momente aus dem Alltag als Kontaktclown

Frau F. bewegt sich meist in Ihrer ganz eigenen Welt. Heute fühlt sie sich, wie schon bei meinem letzten Besuch, ungerecht behandelt. Immer würden die anderen Bewohnerinnen den ganzen Käse bekommen und sie gar nichts. Wenn nicht so viel Käse da sei, sollte er doch wenigstens gerecht verteilt werden. Aber immer würden die anderen alles bekommen. Ich erreiche sie in diesen kreisenden Gedanken nur mühsam. Ich improvisiere ein absurdes Lied über Käse und Gerechtigkeit. Sie wird still, hört zu, und zu meiner Überraschung wiederholt sie die einfachen Zeilen des Liedes. Zum Schluss sagt sie: Aber der Käse soll gerecht verteilt werden. Ich antworte: So wird es ab jetzt sein! Frau F. hat sich deutlich entspannt und ich verabschiede mich.

Clownspielerei Gudrun Kißler
Trio AuJa - Clownerie Aachen

„Clown ist eine Sprache, eine Haltung, eine Kunst“

(Bart Walter, Clownsense/Brüssel)